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Kurden und linke Gruppen in Berlin gegen Verbot kurdischer Symbole

Rund 100 Menschen, Kurden und Angehöriger linker Gruppierungen, nehmen an einer Kundgebung von NAV-DEM Berlin vor dem Rathaus Neukölln teil.

Die Teilnehmer fordern die Bundesregierung auf, das durch den Bundesinnenminister Thomas de Maiziére erlassene Verbot von Symbolen von syrisch-kurdischen Organisationen, wie der PYD, YPG und YPJ, aufzuheben. Sie bezeichnen dieses als Gefälligkeit gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (AKP), welcher regelmäßig der Bundesregierung vorwirft, PKK-Unterstützer in Deutschland zu dulden.

Fahnen und Symbole dieser Organisationen waren regelmäßig auf kurdischen Demonstrationen in Deutschland zu sehen. Sie gelten jedoch als Schwesterorganisationen der verbotenen, kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Auf dieser Kundgebung wich die Polizei laut Veranstalter zudem davon ab, eine begrenzte Menge an Porträts des PKK-Führers Abdullah Öcalan zu erlauben und verbot diese vollständig.

Das Verbot von Symbolen der YPG, YPJ u.a. ist umstritten, nicht zuletzt auch, weil gleichzeitig die Bundeswehr im Rahmen von Einsätzen der Anti-Daesh-Koalition auch den am Boden kämpfenden YPG/YPJ-Einheiten indirekt hilft.

Angehöriger mehrerer linker Gruppen halten Reden, darunter auch ein US-Amerikaner, der nach eigenem Bekunden für die YPG in Syrien kämpfte. In Sprechchören wird die Solidarität mit Rojava bekundet. Zudem werden Unterschriften auf Postkarten gesammelt, die an des Bundesministerium des Innern gerichtet sind.

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Uploaded on May 27, 2017
Taken on May 27, 2017