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Demonstration in Gedenken an die Opfer von Kolonialismus und Sklaverei

Zum elften Mal findet in Berlin die jährliche Demonstration in Gedenken an die Opfer avon Kolonialismus und Sklaverei statt. Rund 200 Menschen beteiligen sich an dem Demonstrationszug, der an der Gedenktafel für die sog. "Afrika-Konferenz" in der Wilhelmstraße in Mitte beginnt. Dort legen Vertreter verschiedener Initiativen einen Kranz nieder.

Über die Mohrenstraße, deren Umbenennung wegen ihrer rassistischen Namensgebung seit Jahren gefordert wird, führt die Demonstration zum wiederaufgebauten Stadtschloss.

An dem Protest beteiligt sich u.a. auch das Mitglied des Bundestages Özcan Mutlu (Bündnis90/Die Grünen) und das Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin Susanna Kahlefeld (Bündnis90/Die Grüne). Zudem spricht die erste Stadträtin mit afrikanischen Wurzeln Dr. Pierrette Herzberger-Fofana aus Erlangen. Auch eine Vertreterin von Amnesty International spricht zu den Teilnehmern.

Ehrengäste sind dieses Jahr Ida Hoffman, Vorsitzende des Nama Genocide Technical Committee, Esther Muinjangue, Vorsitzende der Ovaherero/Ovambanderu Genocide Foundation (OGF), sowie Doudou Diène, senegalesischer Politologe und ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung.

Die Demonstration erinnert an die Opfer der deutschen Kolonialzeit und fordert sowohl die Anerkennung des Völkermordes, als auch Reperationen für die entstandenden Schäden. Auch die Rückkgabe von geraubtem Kulturgut und den Gebeinen von Opfern aus den Beständen deutscher Museen wird angemahnt.

Zudem wird auch heutige Sklaverei thematisiert, wie diese in Maretanienn noch üblich ist. Im Bild: Öczan Mutlu, MdB (Bündnis90/Die Grünen).

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Uploaded on February 25, 2017
Taken on February 25, 2017